Rechtsanwälte Engelmann, unsere Schwerpunkte | Familienrecht, Arbeitsrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Familienrecht

Trennung und Scheidung

In 2018 lag die Scheidungsrate der Eheschließungen bei 32,94 %. In einem Scheidungsverfahren herrscht Anwaltszwang. Eine Ehe kann ausschließlich vor dem zuständigen Familiengericht geschieden werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rubrik „Onlinescheidung“.

Der finanzielle Ausgleich einer Ehe orientiert sich immer am Halbteilungsgrundsatz, sofern kein notarieller Ehevertrag geschlossen wurde. Dies bedeutet, dass alles, was während intakter Beziehung erwirtschaftet wurde, grundsätzlich hälftig zu teilen ist. Hiervon gibt es selbstverständlich Ausnahmen und es sind Stichtage zu beachten.

Der Versorgungsausgleich regelt zum Beispiel die Verteilung der jeweiligen Anwartschaften für der Altersversorgung. Zwischen den Ehegatten kann ein Zugewinnausgleich, d.h. die Vermögensauseinandersetzung stattfinden. Beidseitig sind Vermögensverzeichnisse zu erstellen, um den Ausgleichsanspruch (Zahlbetrag) zu ermitteln ohne das eine tatsächliche Teilung der eigentlichen Werte (zum Beispiel Grundstück, Lebensversicherung, Unternehmen) stattfindet. Mit der Trennung und Scheidung schließen sich Fragen im Zusammenhang mit Unterhaltsansprüchen ebenso an, wie solche aus dem Erbrecht oder der Aufhebung einer Miteigentümergemeinschaft bezogen auf eine Immobilie.

Erstarkt sind ebenso die gesetzlichen Regelungen bezüglich gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften, welche sich unwesentlich von den vorstehenden Ausführungen unterscheiden.

Auch in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft können nach der Trennung Ausgleichsansprüche gegenüber dem früheren Lebenspartner bestehen. Nach der Rechtsprechung des BGH wird der Umstand berücksichtigt, dass viele Paare sich bewusst gegen den Bund der Ehe entschieden haben. Dennoch leben sie viele Jahre zusammen, bekommen Kinder und sind wirtschaftlich verwoben.

Eheverträge
In einem Ehevertrag können Individualvereinbarungen getroffen werden. Der Vertrag kann vor oder auch während intakter Ehe geschlossen werden. Bei Eheverträgen geht es im Kern um  ehebezogene familienrechtliche Vereinbarungen, die von der gesetzlichen Regelung für die Zeit intakter Beziehung als auch für jene einer möglichen Trennung und Scheidung  abweichen.
Ein solcher Vertrag muss zwingend notariell beurkundet werden, da er andernfalls nicht der notwendigen Form entspricht und folglich unwirksam ist. Da jede Ehe von eigenen, besonderen Merkmalen gekennzeichnet ist, empfehlen wir, sich mit den möglichen Sachverhalten vertraut zu machen und einen Notar Ihrer Wahl aufzusuchen, welcher Sie als Eheleute oder wenn Sie solche werden wollen aufgrund seiner Neutralität gut beraten wird. Ob Sie während intakter Beziehung einen Anwalt beauftragen wollen, der ausschließlich parteilich berät, liegt in Ihrem Ermessen.

Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen
Möchten oder können Sie ihre Ehe nicht fortsetzen, so besteht die Möglichkeit des Abschlusses einer Scheidungsfolgenvereinbarung. Der Vertragsabschluss bietet Ihnen den Vorteil, dass sie als Ehegatten Klarheit über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Zusammenhang mit ihrer Trennung schaffen.

Die Inhalte sind jene, welche wir bereits einleitend benannt haben. Eine anwaltliche Beratung erachten wir für sehr empfehlenswert, da das vertragliche Konstrukt sehr auf Ihren Einzelfall zugeschnitten werden sollte. Wir beraten an dieser Stelle sehr umfangreich und individuell, wissen wir um die Bedeutung für Ihr weiteres Leben.

Der Abschluss eines derartigen Vertrages dient als Weichenstellung und kann  weiterhin zum Beispiel eine mögliche Gütertrennung, die Auseinandersetzung von Grundeigentum verbunden mit der Lastenfreistellung von Krediten, die Zuordnung der Ehewohnung, den finanziellen Ausgleich von Zahlungsverpflichtungen beinhalten.

Sie geben uns vor, in welchem finanziellen Rahmen Sie sich bzgl. unserer Gebühren bewegen wollen. Offerten sind Beratungen, eine zu führende Korrespondenz oder die Begleitung bis zur Vertragsunterzeichnung. Wird eine solche verwirklicht ersetzt sie zeit- und kostenaufwendige mögliche Gerichtsverfahren und schafft Lebenszeit.

Unterhaltsrecht

Das Unterhaltsrecht stellt einen weiteren Teil unserer anwaltlichen Tätigkeit dar. Eine Unterhaltsberechnung bedarf einer umfassenden Fachkenntnis.  Alle Berechnungen werden selbstverständlich anhand der aktuellen Rechtsprechung erstellt, individuelle Besonderheiten geprüft und Varianten dargestellt.
Hierzu ist es notwendig, dass die Bedürftigkeit und Leistungsfähigkeit der Parteien geprüft werden. In Einzelfällen kann ein Unterhaltsanspruch auch gänzlich ausgeschlossen sein.

Schwerpunkte in diesem Recht sind der

  • Unterhaltsanspruch minder- und volljähriger Kinder,
    Trennungsunterhalt, welcher bis zur Scheidung gelten kann,
  • nacheheliche Unterhalt ab Rechtskraft der Ehescheidung, welcher befristet und herabgesetzt werden kann.

Kindschaftsrecht

Der Begriff „Kindschaftsrecht“ ist in der Umgangssprache nicht sehr verbreitet. Gemeint ist mit dieser Bezeichnung alles, was vor dem Familiengericht in der Beziehung Familie-Kind geregelt wird.
Als wesentlicher Bestandteile sind die elterliche Sorge, das Umgangsrecht und Abstammungsrecht zu nennen.

Elterliche Sorge
Die elterliche Sorge verpflichtet und berechtigt die Eltern eines minderjährigen Kindes für dieses zu sorgen. Das Grundgesetz schützt in Art. 6 Abs. 2, S. 1 GG das Elternrecht. Der Schutz des Elternrechts, das Vater und Mutter gleichermaßen zukommt, erstreckt sich auf die wesentlichen Elemente des Sorgerechts.
Der Sorge werden sämtliche Fürsorgehandlungen für das Kind, wie z.B. Bestimmung des Familiennamens,  die medizinische Versorgung, schulische Angelegenheiten, die Konfession oder ein Urlaubsaufenthalt  zugeordnet.
Ein wesentlicher Teil der elterlichen Sorge ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Dieses Recht ermöglicht es dem jeweiligen Elternteil den Lebensmittelpunkt des Kindes zu bestimmen.

Umgang
Das Umgangsrecht beinhaltet den Anspruch, mit dem Kind Zeit zu verbringen. Jeder Elternteil hat ein Recht darauf, das Kind in seiner Entwicklung zu begleiten. Er soll die Möglichkeit haben, es zu fördern und zu erziehen, insbesondere seinen körperlichen und geistigen Zustand zu überwachen.
Das Umgangsrecht kann ausschließlich in Härtefällen ganz versagt werden, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Sofern sich eine umgangsverpflichtete Person nicht an eine gerichtlich protokollierte und genehmigte Umgangsvereinbarung hält, kann auf Antrag gerichtlich eine Sanktion verhängt werden.

Abstammung
Wer die Mutter eines Kindes ist, ist häufig leicht zu beantworten. Bei der Vaterschaft kann diese Frage komplizierter  sein.
Wir beraten Sie zum Beispiel, wie zu verfahren ist, wenn Zweifel an einer Vaterschaft bestehen, wie es sich verhält, wenn ein Kind in einer Ehe geboren wird und der biologische Vater nicht der Ehemann ist. Ebenso informieren wir Sie über die Fristen, die das Gesetz in diesem Zusammenhang vorsieht.

Gewaltenschutzbrief

Das Gewaltenschutzrecht sanktioniert seit 2002  Formen der Gewalt im familiären und häuslichen Bereich. Grund für die Verabschiedung des Gesetzes war die schwierige Verfolgung von Gewalt innerhalb der privaten Strukturen. Das Gericht kann zur Abwendung weiterer Verletzungen erforderliche Maßnahmen beschließen, wie zum Beispiel ein befristetes Abstands- und Kommunikationsverbot oder die vorübergehende Zuweisung der Ehewohnung.
Auch an dieser Stelle gelten – wie überwiegend – Fristen, innerhalb derer die Ansprüche geltend gemacht oder abgewehrt werden können.

Mietrecht

Im Mietrecht sind wir auf die Vertretung von Vermietern spezialisiert, da Rechtsanwältin Melerowicz-Engelmann die stellvertretende Vorsitzende des Haus- und Grundstückseigentümervereins Oranienburg ist.

Mietverträge

Bei der Erstellung von Mietverträgen können wir individuell auf Ihre Wünsche eingehen. Das Mietrecht ist durch eine sich stetig fortentwickelnde Rechtsprechung gekennzeichnet.
In jedem Fall empfehlen wir eine schriftliche Vereinbarung, sofern nicht ein gesetzlicher Formzwang besteht. Bei einem Mietverhältnis handelt es sich um eine komplexe vertragliche Regelung. Vermieter und Mieter werden über einen längeren Zeitraum  vertraglich gebunden und der finanzielle Aspekt ist nicht unwesentlich. Die Praxis zeigt, dass sich  Streitigkeiten  vor den zuständigen Amts- und Landgerichten  über Jahre erstrecken können, weshalb es geboten ist, dem bereits mit einem fundierten Vertragswerk zu begegnen.

Kündigung

Eine Kündigung hat form- und fristwahrend gegenüber dem Mieter bzw. allen Mietern zu erfolgen. Welche Kündigungsfrist Anwendung findet, ist gesetzlich geregelt. Es müssen spezielle Formalitäten gewahrt werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Kündigungsschreiben oder werden anwaltlich für Sie tätig.
Sehr häufig beraten wir unsere Mandanten zu den Fällen des Eigenbedarfs. Eine Eigenbedarfskündigung muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. Eine ordentliche Kündigung des Vermieters ist zulässig, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat, welches insbesondere vorliegt, wenn der Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt.
Gleich wichtig sind Fragen der Mieterhöhung. Viele Besonderheiten und Fristen gilt es zu berücksichtigen und die Pflicht des Vermieters, die Erhöhung der Miete zu erläutern stellt häufug eine Herausforderung dar.

Mietaufhebungsvereinbarungen

Sofern sich die Parteien über die Beendigung des Mietverhältnisses einig sind, kann eine Mietaufhebungsvereinbarung geschlossen werden. In diesem Vertrag können alle Rechte und Pflichten abschließend geregelt werden. Grundsätzlich besteht Vertragsfreiheit und es ist alles zu bedenken, was mit einem einvernehmlichen Auseinandergehen der Parteien von Belang ist.

Räumungsklagen

Sofern der Mieter trotz Kündigung nicht aus der Wohnung auszieht, ist die Räumungsklage für den Vermieter häufig das letzte Mittel, um seine Rechte durchzusetzen. Erst mit einem rechtskräftigen Urteil ist der Vermieter berechtigt, die Zwangsräumung zu betreiben. Bezüglich der Räumung und Herausgabe eines Mietobjektes gilt es, die prozessrechtlichen Feinheiten zu beachten und Sie auf die Besonderheiten, wie z. Bsp. die gleichzeitige Geltendmachung von Zahlungsansprüchen, die Wahl der Vollstreckungsmethode oder die Kosten und das zeitliche Geschehen aufmerksam zu machen.

Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht umfasst alle Gesetze, Verordnungen und sonstige verbindliche Bestimmungen zur unselbständigen, abhängigen Erwerbstätigkeit. Inhaltlich unterscheidet man das Individualarbeitsrecht (Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer) und das Kollektivarbeitsrecht (Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Betriebsräten, Personalräten bzw. Mitarbeitervertretungen oder der arbeitsrechtlichen Kommission auf der einen Seite und den Arbeitgeberverbänden und Arbeitgebern auf der anderen Seite – siehe auch Koalition und Koalitionsrecht.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt im Individual-Arbeitsrecht, das heißt in der rechtlichen Beratung und Vertretung eines Arbeitnehmers oder Arbeitgebers.

Kündigungsrecht

Eine Vielzahl der Auseinandersetzungen steht im Zusammenhang mit ausgesprochenen Kündigungen, die als außerordentliche (fristlose) Kündigung auf ihre Wirksamkeit und als ordentliche (fristgemäße) Kündigung auf ihre soziale Rechtfertigung überprüft werden. Dies geschieht regelmäßig im Rahmen einer Kündigungschutzklage vor dem Arbeitsgericht.

Arbeitvertragsrecht

Aber auch die Geltendmachung von arbeitsvertraglichen Ansprüchen (Vergütung, Urlaub, Abrechnung, Zeugnis, Grenzen des Direktionsrechts, etc.) bedarf häufig anwaltlicher Hilfe im außergerichtlichen und arbeitsgerichtlichen Bereich. Hierbei spielen neben dem Inhalt des Arbeitsvertrages im Einzelfall anwendbare oder aber auch allgemein verbindliche Tarifverträge eine große Rolle.
Im Rahmen der Fachanwaltschaft für Arbeitsrecht werden nicht nur die in der Fachanwaltsordnung vorgeschriebenen Pflichtfortbildungen absolviert. Zu aktuellen Themen, insbesondere der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) wir veröffentlichen regelmäßig „Rechtstipps” in dem Oranienburger Generalsanzeiger. Diese Inhalte können Sie selbst verständlich auch im Bereich “ Veröffentlichungen” auf unserer Website nachlesen.

Erbrecht

Das Erbrecht ist verfassungsrechtlich garantiert und behandelt die Rechtsfolgen nach dem Tode eines Menschen. Das BGB regelt für den Sterbensfall, welche Konsequenzen eintreten, sofern keine anderweitige Erklärung des Erblassers abgegeben wurde.

Ebenfalls wichtig ist es, die steuerrechtliche Komponente zu berücksichtigen.

Gesetzliche Erbfolge

Der Gesetzgeber unterscheidet demnach die gesetzliche von der gewillkürten Erbfolge.
Im Erbrecht gilt der Grundsatz, dass das Vermögen innerhalb der Familie verbleiben soll. Wie die Aufteilung zwischen den Verwandten erfolgt, ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. Dies gilt insbesondere, wenn der Erblasser verheiratet war und dessen Erbrecht neben das Verwandten tritt.

Dabei werden die Familienangehörigen zunächst in Ordnungen unterteilt:

  1. Ordnung: Abkömmlinge des Erblassers
  2. Ordnung: Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge
  3. Ordnung: Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge
  4. Ordnung: Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge

Als letzter in der gesetzlichen Erbfolge erbt der Staat. Es erben die Angehörigen der niedrigsten Ordnung (Ausschlussprinzip). Wenn folglich der Erblasser Kinder hat, erben nicht seine Geschwister. Wichtig ist, dass auch ein bereits gezeugtes, noch nicht geborenes Kind Erbe sein kann.
Wir beraten Sie umfassend bezüglich der gesetzlichen Erbfolge.

Testament / Erbvertrag

Der Erblasser kann diese gesetzliche Erbfolge mittels letztwilliger Verfügung umgehen, wenn er ein wirksames Testament oder einen Erbvertrag errichtet.

Testament
Meist wird ein handschriftliches Testament verfasst. Hier gelten jedoch formale Regelungen, die zwingend zu beachten sind, da die Verfügung andernfalls nichtig sein kann. Selbstverständlich kann ein Testament auch notariell beurkundet werden. Dies hat den Vorteil, dass Ihre letztwillige Verfügung bereits rechtlich geprüft ist und auch ohne Hinterlegung nicht abhandenkommen kann.
Außerdem ist zu beachten, dass den nahen Verwandten ein Pflichtteilsrecht zusteht. Der Erblasser kann jedoch zu Lebzeiten einen Pflichtteilsverzicht mit einem potentiellen Erben vereinbaren.
Grundsätzlich kann ein Testament jederzeit widerrufen werden. Etwas anderes gilt, wenn ein gemeinschaftliches Testament verfasst wurde. Nach dem Tode eines Ehegatten sind wechselbezügliche Verfügungen nicht mehr abänderbar. Es ist darauf zu achten, dass ein solches Testament durch eine rechtskräftige Ehescheidung nicht unwirksam wird.

Erbvertrag
Eine andere Gestaltungsmöglichkeit ist der Erbvertrag. Diesen können mindestens zwei Personen miteinander schließen und er muss zwingend notariell beurkundet werden. Die Besonderheit ist die getroffene Verbindung zwischen den Vertragspartnern. Ein Erbvertrag können ebenfalls Personen schließen, die nicht miteinander verheiratet sind und daher kein gemeinsames (Ehegatten-)Testament mit Wechselbeziehungen errichten können.

Erbausschlagung

Es wird nicht nur das Vermögen des Erblassers, sondern auch dessen Verbindlichkeiten vererbt. Der Erbe haftet mit seinem Privatvermögen und nicht nur mit der Erbschaft. Ist ein Nachlass überschuldet, so kann dieser ausgeschlagen werden. Es ist eine Frist von sechs Wochen nach Kenntnisnahme vom Erbfall zu wahren. Die Ausschlagung kann beim Nachlassgericht erklärt oder von einem Notar beurkundet werden.

Tierrecht

Das Tierrecht umfasst viele Rechtsgebiete. Rechtsanwältin Franziska Engelmann hat sich auf den Bereich des Tierrechts spezialisiert. Wir vertreten im Bereich des Tierrechts ausschließlich in zivilrechtlichen Angelegenheiten. Das bedeutet, dass wir in solchen Fällen juristisch für Sie tätig sind, in denen sich private oder juristische Personen gegenüberstehen.
Herausgabeansprüche gegenüber einem Tierheim machen wir nicht geltend.

Vertragsgestaltung

Der Kauf eines Tieres bedeutet mehr, als lediglich die Anschaffung. Egal, ob es sich dabei um ein Klein- oder ein Großtier handelt. Im Streitensfall gibt ein Vertrag Aufschluss über getroffene Vereinbarungen. Es ist daher in jedem Fall zu empfehlen, einen Kaufvertrag schriftlich abzuschließen. Bereits im Kaufvertrag können Käufer und Verkäufer Kriterien festschreiben, welche das Tier aufweisen muss oder eben nicht.
Insbesondere Züchter sollten als Verkäufer sich zunächst juristisch beraten lassen. Was passiert, wenn ein Tier nach dem Verkauf erkrankt? Es gibt viele Eventualitäten, die nach Verkauf auftreten können. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Mängel beim Kauf

Stellt sich im Nachhinein heraus, dass das Tier mit einem Mangel behaftet ist, hat der Käufer verschiedene Möglichkeiten. Eine Nachlieferung wird im Bereich des Tierrechts häufig nicht verlangt, da der Käufer meist eine individuelle Beziehung zu dem Lebewesen aufgebaut hat. Dies gilt auch für das Rücktrittsrecht. In den meisten Fällen möchten Mandantinnen und Mandanten das Tier behalten.

Pferderecht

Das Pferderecht hat in der Rechtsprechung eine Sonderstellung. Es ist zwingend notwendig vertiefte Kenntnisse zum Thema Pferderecht zu haben. Es zeigt sich immer wieder in der juristischen Arbeit, dass bestimmte Begriffe aus dem Bereich des Pferderechts von Laien fehl- oder missgedeutet werden. Rechtsanwältin Engelmann reitet seit ihrem fünften Lebensjahr.

Kaufvertrag
Bei Pferden raten wir Ihnen, einen Kaufvertrag zu schließen. In dem besten Fall ist dieser individuell verfasst und auf den Verkäufer und Käufer zugeschnitten. Wir erstellen mit Ihnen gemeinsam einen Vertrag, der Ihren Anforderungen entspricht und das Risiko einer Auseinandersetzung minimiert. Es empfiehlt sich eine Ankaufsuntersuchung des Pferdes vor Übergabe und Übereignung. Durch die Untersuchung des Tierarztes kann dieser mögliche Krankheiten oder andere gesundheitliche Defizite erkennen. Diese Prüfung sollte Vertragsbestandteil werden.

Rücktritt vom Kaufvertrag
Sofern sich herausstellt, dass ein Pferd nicht die Beschaffenheit aufweist, welche vertraglich vereinbart wurde, hat der Käufer die Wahl Nacherfüllung oder Nachlieferung verlangen. Es ist zunächst zu klären, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. Dies hat grundsätzlich der Erwerber zu beweisen. Hiervon gibt es Ausnahmen. Eine Nachlieferung ist bei Pferden meist ausgeschlossen. Ist eine Nacherfüllung (Einschaltung eines Tierarztes, Übernahme von Berittkosten usw.) nicht möglich, dann steht ein Schadenersatz- oder Minderungsanspruch im Raum.

Einstellerverträge
Ein Einstellervertrag ist ein gemischttypischer Vertrag und besteht aus vielen Elementen. Es handelt sich teilweise um einen Mietvertrag der Box, wie auch um einen Dienstleistungsvertrag, bei angebotenem Reitunterricht. Ein solcher Vertrag kann viele vertragliche Bereiche aufweisen. Dies hängt stark von dem Angebot ab, welches den Pferdeeinstellern angetragen wird.

Haftungs- und Schadensersatzrecht bei Pferden
Was passiert, wenn im Zusammenhang mit einem Pferd ein Unfall verursacht oder möglichweise das Pferd selbst verletzt wird? Hierbei stellt sich die Frage, wer für den Schaden aufkommen muss. Die Gefährdungshaftung eines Pferdehalters kann dazu führen, dass dem Eigentümer auch ohne sein Verschulden die Haftung auferlegt wird. Wer Pferdehalter ist, ob sich dieser exkulpieren kann, ist nicht immer eindeutig abzugrenzen. Vielleicht kommt auch ein Mitverschulden anderer in Betracht oder die Haftung ist gänzlich ausgeschlossen.